Empathie Post: Das Café am Rande des Internets

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In der wöchentlichen Empathie-Post greife ich Gedanken aus der Empathie-Lounge auf und teile mit dir Erfahrungen zu effektiver und wertschätzender Kommunikation, erfüllende Beziehungen und kleine Schritte für ein zufriedenstellendes und glückliches Leben.

Entdecke in dieser Empathie Post zwei Dinge, die gerne unterschätzt werden, aber großes Potenzial haben und was es im “Café am Rande des Internets” zu finden gibt.

Ohne Ziel in die gleiche Richtung

Unterschätztes Mittel 1: Planlosigkeit

Das Besondere an der Empathie-Lounge ist, dass es (fast) nie eine feste Agenda oder ein bestimmtes Anliegen gibt, dafür aber gibt es einen sicheren (Zoom) Raum für persönliche und gemeinschaftliche Entfaltung und magische Situationen, wenn die Empathie-Lounge ein Ort der kollektiven Inspiration und Erkenntnis wird. 

In einer Welt voller Zielsetzungen, Pläne, Strategien und Agenden vergessen Menschen oft, dass die großartigsten Dinge oft nicht in unseren Plänen vorzufinden sind, sondern in der Ungewissheit. Wäre es nicht schade, wenn diese Dinge unentdeckt blieben, weil wir uns nicht in Ungewissheit wagen? Aber wie geht man mit Ungewissheit um? Wann ist es Sinnvoll und wann nicht?

Mir fällt dazu ein Zitat von Winnie Pooh, aus dem empfehlenswerten Film Christopher Robin ein:

“ICH KOMME IMMER DORTHIN, WOHIN ICH GEHE, INDEM ICH VON DORT WEGGEHE, WO ICH GEWESEN BIN.”

Pooh

Wie tickst du? Willst du immer einen klaren Plan und feste Struktur? 

In der Ruhe liegt ein Thema

Unterschätztes Mittel 2: Stille

Ein häufig unterschätztes Mittel für wirklich bedeutungsvolle Meetings, insbesondere in der online Welt, ist Stille. Ungeübt fühlt sich das für die meisten Menschen erst mal seltsam und ungewohnt an. Insbesondere gemeinsam in einer Gruppe.  Es lohnt sich aber, sich darin zu üben, denn in dieser Stille finden sich oft tiefgängige Themen oder Erkenntnisse. 

Ohne solche Momente wird oft geredet, ohne dass es irgend welchen Mehrwert hat und Menschen füllen Meetings mit unzähligen Worten, denen keine Bedeutung gegeben wird. Stille schafft Raum, um sich bewusster zu sein und sich seine Gedanken bewusst zu machen, aber eben auch Raum, um sicher der anderen um sich herum bewusst zu werden. Das funktioniert auch online, braucht aber Eingewöhnung und Übung.

Geborgenheit im Café am Rande des Internets

Ich freue mich, wenn Menschen Vergleiche nutzen, um etwas, das sie erleben, zu verdeutlichen. Einen liebevollen Vergleich gab es in der letzten Empathie-Lounge von Tanja, die sich gerade durch die Bücher von John Strelecky liest und die Erlebnisse in der Empathie-Lounge mit den Erlebnissen von John im Café am Rande der Welt verglich, wo er den Zweck seiner Existenz (ZDE) entdeckt.

Warum das Buch “Café am Rande der Welt” auch kritisch betrachtet werden kann liest du in einem interessanten Artikel hier: Ein Besuch im “Café am Rande der Welt”.

Wie auch immer, In unserem “Café am Rande des Internets” betrachteten wir in der letzten Woche die Sehnsucht nach Geborgenheit aus vielen Blickwinkeln und erkundeten, was sie mit Komfortzonen, dem Mutterleib, Körpersprache, Gefühlen, Liebe und vielem mehr zu tun hat.

Womit verbindest du Geborgenheit? Wo glaubst du, entsteht Geborgenheit? Welche Rolle spielt sie in deinem Leben? Wann findest du Geborgenheit besonders wichtig?

Ich bin überzeugt, dass Geborgenheit vor allem durch viele kleine Gesten oder Wahrnehmungen entsteht, in denen Vertrautheit und Sicherheitsgefühle entstehen. Sie ist ein erstrebenswertes Gefühl, für die sogar schon umstrittene Versuche gemacht wurden.

Ich möchte an dieser Stelle mit einem Zitat von Helen Keller abschließen:

„Liebe mich dann am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am nötigsten.“

Helen Keller

Lebe sinnvoll,

Björn

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Michael Vaqîl
    14. März 2021 16:28

    Mitten beim Aus-räumen der Ferienwohnung meiner Eltern, habe ich an die Empathie-Lounge und euch gedacht. Weg-geben, Ent-sorgen, Auf-lösen, Los-lassen, Auf-heben, Zer-stören, Auf-nehmen, End-gültigkeit, Er-leichtern; sind einige der Gefühle und Tätigkeiten die ich und wir wahrnahmen. Nach 46 Jahren und vielen traumatischen Erlebnissen, die ich besonders im Alter zwischen 8-16 Jahren erlebte, fühle ich ein Okay!, dass war es und ist vorbei. Diese fehlende Geborgenheit die ich hier spürte, hat ein Ende gefunden. Da möchte noch einiges erkannt und angenommen werden. Gut dann los! Ein neues Kapitel ist auf den Weg gebracht… Danke für die vielen Erkenntnisse die ich in der Empathie-Lounge empfange. Bleibt bei euch und ich freue mich auf die nächste Empathie-Lounge.

    Grüße von Herzen
    Michael Vaqîl

    Antworten
    • Was für warme und herzberührende Worte. Vielen Dank fürs Teilen lieber Michael. Du bist immer willkommen. Danke, dass du deine Gedanken dazu auch hier in aller Offenheit teilst. Vielleicht berühren sie ja auch andere Besucher, die sich noch nicht getraut haben bei der EL dabei zu sein.

      Antworten
  • Herbert Haberl
    18. März 2021 22:09

    Auch wenn ich nicht dabei war, so berühren mich doch diese Worte. Gerade Stille, auch in Gemeinschaft sehe ich als Kraftquelle. Ja als Glück, wenn einem die Erinnerung an eine schlechte Vergangenheit und die Furcht vor einer schlechten Zukunft für einen Augenblick verlassen.

    Antworten
    • Lieben Dank Herbert,

      Das freut mich natürlich sehr, wenn das was ich schreibe jemanden berührt. Auf das ich weitere berührende Worte finden werde und sie auf Lesende Augen und hörende Ohren treffen werden.

      Antworten

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