Empathie Post: Über Glücksgefühle, Denken, das nichts nützt und Märchen

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In der wöchentlichen Empathie-Post greife ich Gedanken aus der Empathie-Lounge auf und teile mit dir meine aktuellen Erfahrungen zu besserer Kommunikation, erfüllende Beziehungen und Inspirationen für ein zufriedenstellendes und glückliches Leben.

Eine Geschichte über Würde und Etwas


Immer wieder beschäftigt mich das Thema “die Würde des Menschen”. Wir alle haben unseren Anteil daran, wie würdig oder unwürdig sich jeder in der Gesellschaft fühlen kann. Meistens tun wir das ausschließlich auf der unbewussten Ebene, zum Beispiel, indem wir uns mit anderen Menschen vergleichen.

Hast du dich schon mal mit anderen verglichen? Glaubst du vielleicht, du bist bedeutender als andere in der Gesellschaft oder umgekehrt?

Ich denke, die meisten Menschen würden erst mal widersprechen, dass sie sich über andere Menschen stellen. 

Und anders herum? Wie oft siehst du es, dass andere sich für wichtiger als ihre Mitmenschen halten?

Ich glaube, dass sich jeder Mensch schon über andere Menschen gestellt hat. Sichtbar bzw. hörbar wird das, wenn man bewusst hinhört, wenn Menschen ihre Meinungen vertreten. 

Es geht in Gesprächen häufig eher darum, recht haben zu wollen, als dass sich bemüht wird, sich gegenseitig zu verstehen. Das ist auch ganz natürlich, denn jeder hat den tief sitzenden Wunsch, wertgeschätzt zu werden. Doch wofür eigentlich?

Eine Geschichte, die nachdenklich macht und sich mit dem Thema beschäftigt, hat Hans Christian Andersen geschrieben. Sie ist aktuell wie eh und je und heißt “Etwas”.

Eine Geschichte über jemand, der kann nichts, und ist doch zu was zu Nutze

Der liebe Hans Christian Andersen hat übrigens viel geschrieben. Eine weitere Geschichte, die ich an dieser Stelle erwähnen möchte, heißt “Der Krüppel”. Ein Titel, der es in modernen Zeiten wohl sehr schwer haben würde. Dennoch lohnt es sich, einen Blick in die Geschichte zu wagen, denn es geht darum, was wir von anderen Menschen halten und wie wir durch unsere eigene Blindheit ihren Wert und Nutzen völlig übersehen. Wir glauben oft, dass wir besonders viel von denjenigen bekommen, die besonders viel haben. Zu diesen Menschen schauen wir auf. Doch ein Krüppel?

Ich habe in meinen frühen 20er-Jahren in einer Förderschule für geistig und körperlich behinderte Menschen meinen Zivildienst geleistet. Rückblickend muss ich sagen, dass ich durch die Begegnungen mit den jungen Menschen, die zumeist am Rande der Gesellschaft leben, vielleicht mehr oder wichtigeres gelernt habe als von Menschen, die gesund sind und scheinbar alles besitzen, was man sich so wünschen kann. 

Denken nützt zwar, …

Glaubst du, dass du objektiv bist? Letzte Woche viel mir wieder das Buch Denken hilft zwar, nützt aber nichts – Dan Ariely ein. Darin findest du viele Beispiele dafür, wie sehr wir manipuliert werden (bewusst und unbewusst) und erfährst, warum wir so wenig dagegen tun können.

Ich kam dann auf die Idee, den Autor mal bei Ted.com zu suchen und siehe da, er hat auch sehr interessante Vorträge dort gehalten. Besonders blieb mir der Vortrag How equal do we want the world to be? You’d be surprised

Beeindruckende Lücken: aus dem TED Talk von Dan Ariely

Teils geschockt, aber nicht überrascht durfte ich hören, warum es bedeutend weniger Gleichberechtigung gibt, als wir uns doch alle so wünschen.

Der Vortrag ist ebenfalls in Englisch, aber es gibt ein deutsches Transkript und Untertitel in deutscher Sprache.

Glücksgefühle: Was macht uns wirklich glücklich. Eine Ode an die Empathie-Lounge

In der Empathie-Lounge haben wir uns darüber unterhalten, dass wir uns auf der Suche nach Glück oft mit Dingen ablenken oder mit Aktivitäten aufputschen, die wie eine Packung Schokolade zwar kurzfristig glücklich machen, jedoch oft nicht lange anhalten.

Warum das so ist, erklärt dieses kurze Video (deutsche Untertitel könnt ihr auf dem kleinen cc Symbol einschalten):

Dopamine C from The Human Improvement Project on Vimeo

Womit “betäubst” du dich im Alltag? 

Was fällt dir schwer auszuhalten?

Wer sich mehr damit beschäftigen will, kann sich gerne hier mit dieser App weiter informieren: Breakthrough research on well-being and parenting (humanimprovement.org) An dieser Stelle lieben Dank an RAW für den Hinweis.

Ich bin gespannt ob die nächste Woche ebenfalls so inspirierend für mich bleibt, wie es diese Woche war. Was beschäftigt dich gerade? Hinterlasse mir einen Kommentar, oder schreibe mir eine E-Mail. Deine Geschichten interessieren mich.

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