Empathie-Post: Wenn niemand redet, dann dominiert niemand!!!

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Zitat Erich Kästner
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Liebe*r Empathiker*in,

Kannst du schweigen? Kannst du Stille aushalten, oder gar genießen?

Wir alle wollen gehört werden, doch nur wenn wir Stille anbieten, können wir uns auch gegenseitig besser hören und verstehen. Eine der wichtigsten Komponenten zuzuhören ist Stille, und über die möchte ich heute ein wenig schreiben. Außerdem erfährst du, was Empathie mit Erdbeeren zu tun hat 😉

In der wöchentlichen Empathie-Post greife ich Gedanken aus der Empathie-Lounge auf und teile mit dir Erfahrungen zu effektiver und wertschätzender Kommunikation, erfüllende Beziehungen und kleine Schritte für ein zufriedenstellendes und glückliches Leben.

Lärm ist auch nichts anderes als Luftverschmutzung – nur lauter

Ich stelle immer wieder fest, dass bei Gesprächen im Alltag oft vor allem darum geht, dass die Gesprächsteilnehmer ihre Botschaften anderen übermittelt bekommen, doch wenn es niemanden gibt, den diese Worte etwas bedeuten, welchen Sinn haben solche Gespräche dann?

In einem bewegendem TED Talk beschreibt Dr. Gage Paine beim TEDxSanAntonio den „Klang der Stille“ (in Englisch) und sagt: „Wenn du das großartige Geschenk erhalten haben solltest, dass dir jemand wirklich gut zugehört hat, lag das vermutlich daran, das diese Person mit Stille komfortabel fühlt.”

Vielleicht sind diese ähms ja doch zu etwas gut

Kennst du das? Jemand anderes hört scheinbar auf zu reden und du fühlst dich ermuntert, auf das einzugehen, was dein Gegenüber gerade gesagt hat und kaum fängst du an zu reden, fängt die andere Person an, weiter zu reden. Kommt das öfter vor? Vermutlich in Zeiten von Zoom Meetings sogar öfter als bisher. Es ist manchmal gar nicht so einfach, wenn man in einem Austausch ist, zu wissen, wann man überhaupt etwas sagen kann. Je nachdem, mit wen man redet und welche Persönlichkeit man hat, kann das ziemlich schwierig werden.

Einen weiterer sehr interessanter TED Talk hat mich zu diesem Thema noch mal ganz neue Erkenntnisse dazugewinnen lassen, denn hast du jemals, äh, gedacht, dass diese Ähm’s wirklich nützlich sein könnten? Wenn nicht, ähm, dann könntest du dir vielleicht diesen Ted Talk (in Englisch) ansehen und lernen, was es mit den Außenseitern unserer Sprache(n) auf sich hat und warum sie deine Unterhaltungen durchaus positiv beeinflussen könnten. Die “Um” und “äh’s dieser Welt kommen nämlich dort ins Spiel, wo wir unserem Gegenüber zeigen wollen, dass wir noch nicht mit unserem Gedanken abgeschlossen haben. Linguisten nennen dies gefüllte Pausen, die eine Art Zögerlichkeitsphänomen sind.

Ich habe diese Woche mehrmals darüber reflektiert und bin dabei auf interessante Erkenntnisse gestoßen.

Vielleicht stellst du dir auch mal folgende Fragen: Wie oft nutzt du solche gefüllten Pausen? Ist das unterschiedlich, je nachdem, zu wem du redest? In welchen Situationen nutzen Menschen um dich herum solche gefüllten Pausen? Warum glaubst du, nutzt du viele/wenige dieser gefüllten Pausen?

Stille ist eloquenter als Worte

Wie kraftvoll Stille sein kann, das erleben wir immer wieder auch gemeinsam in der Empathie-Lounge. Ganz viel mehr über Stille findest du in diesem Beitrag, der klar macht: Lärm ist auch nichts anderes als Luftverschmutzung – nur lauter. Deshalb lasst uns Zeit für Stille finden, denn Stille ist eloquenter als Worte, sagte Historiker Thomas Carlyle. Da ist vermutlich eine Menge dran.

Die Stille ist eloquenter als Worte.

(Thomas Carlyle)

Stille wird von so manchen Menschen wiederentdeckt. Dass sie so wichtig wie Luft zum Atmen ist, das ist auch eigentlich nichts Neues. Ein häufig gelobter Film darüber, für einen ruhigen Moment ist ZEIT FÜR STILLE.

Der Intro

Der Idealmensch unserer Zeit ist gesellig, risikofreudig, idealerweise ein Alphatier. Er ist Teamorientiert, gern unter Leuten und hat ein großes gesellschaftliches Netzwerk. Und natürlich ist er immer präsent auf Social Media.

Viele Menschen, die sich selbst als das Gegenteil sehen, leiden darunter. Das sie das aber nicht müssen, beweist zum Beispiel der Spiegel Artikel: Psychologie: Stärken der Introvertierten oder das Buch: Leise Menschen – starke Wirkung von Sylvia Löhken. Im Buch „Die Macht der Stille“ schreibt die Autorin Sophia Dembling, darüber, was introvertierte Menschen einzigartig macht und wie sie ihre Stärken ausspielen. Genug Lesestoff also für stille Momente.

Stille & Empathie

Über Stille muss man eigentlich nicht viel reden, stattdessen könnten wir uns darauf einlassen, um uns ihrer Macht und Bedeutung bewusst zu werden. Es ist Zeit, dass wir uns Gedanken darüber machen, wie wir Stille in unserer Gesellschaft wieder mehr Präsenz ermöglichen.

Wann hast du Stille in deinem Leben?

Wann vermisst du Stille in deinem Leben?

Wo könnte dir Stille zurzeit am meisten helfen?

Schreib mir dazu doch einen Kommentar oder eine E-Mail.

Ich hoffe du bist jetzt schon eingestimmt auf die nächste Empathie Lounge. Hier kannst du dich registrieren

Die Bonus Beere

Ah, ich hätte es fast vergessen. Hier noch meine Erkenntnis dazu, was Erdbeeren mit Empathie zu tun haben:

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