Empathie-Post: Wie ein Laubbaum im Nadelwald

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Für die meisten Menschen gibt es vermutlich fast nichts Schlimmeres, als von anderen Menschen abgewiesen zu werden. Wenn man sich damit nicht beschäftigt, kann das ziemlich große Folgen mit sich ziehen. In solchen Momenten fühlen sich viele Menschen allein und einsam. Wie ein Laubbaum im Nadelwald oder wie die einsame Mohnblume mitten im Kornfeld. Doch so allein man sich in solchen Momenten auch vorkommen kann, man ist mit diesem Gefühl vermutlich alles andere als einsam und wenn ein Mensch anfängt, seine Gefühle darüber mitzuteilen und seine Geschichte zu erzählen, dann ermöglicht das ganz viel Wertvolle Erkenntnisse.

In dieser Empathie-Post geht es um Prägungen durch alte Sprüche und Erfahrungen in der Vergangenheit, die einem das Leben in der Gegenwart schwer machen.

In der wöchentlichen Empathie-Post greife ich Gedanken aus der Empathie-Lounge auf und teile mit dir Erfahrungen zu effektiver und wertschätzender Kommunikation, erfüllende Beziehungen und kleine Schritte für ein zufriedenstellendes und glückliches Leben.

Abgewiesen werden ist OK

Jeder hat es in seinem Leben vermutlich viele Male erlebt, abgelehnt zu werden. Einigen Menschen fällt es schwerer als anderen damit umzugehen. Und manche Menschen trifft das so schwer, dass es große Konsequenzen auf ihr soziales Verhalten hat. Und genau das war auch eines der Themen in der letzten Empathie-Lounge. Was dann passierte, war erstaunlich, denn bei diesem Thema rückten alle Beteiligten emotional plötzlich ganz nah zusammen und gemeinsam wurde ein Raum kreiert, der schon fast als magisch bezeichnet werden konnte. So sorgte der Zoom Termin am Samstag dafür, dass „Herzen berührt“ wurden, „Gehirne geflasht“ wurden und sogar „Bauchweh auf magischerweise verschwand“. Für mich war die Empathie-Lounge daher wieder ein Beleg dafür, was mit Empathie alles möglich ist.

Wenn dir der Umgang mit Abweisung auch schwerfällt, dann macht es Sinn, dass du dich mit dem Thema „Selbstmitgefühl“ beschäftigst. Das Selbstmitgefühl wird auch als Selbstempathie bezeichnet. Einen hilfreichen Artikel dazu findest du hier und wie du professionell damit umgehen kannst, dazu findest du ebenfalls wertvolle Tipps.

Vermutlich ist guter Umgang mit Zurückweisung sogar eines der wertvollsten und nützlichsten Fähigkeiten, die wir im Leben erlernen können. Es ist nie zu spät, damit anzufangen.


Gerade in der Begleitung mit meiner Tochter erlebe ich immer wieder aufs Neue, wie wichtig diese Fähigkeit ist und ich weiß, wie wesentlich es ist, wie ich sie dabei begleite. Dabei ist es wichtig, dass ich nicht den zweiten vor dem ersten Schritt mache…

Empathie ist der erste Schritt

Warum ich persönlich so viel Wert auf empathischen Umgang lege, liegt daran, dass ich Empathie als den ersten Schritt für komplexe Prozesse in der Kommunikation und generell menschlichem Miteinander sehe. Ohne Empathie sind mögliche Ratschläge oft wirkungslos und aufgebrachte Energie zur Problemlösung verhallt ins Nichts. Wie du Empathie nutzen und wie du deine Empathie-Muskeln trainieren kannst, darüber sprechen wir in der Empathie-Lounge und bieten zudem Raum, um sie sofort anzuwenden.

Eine App vom „Human Improvement Project“, auf die ich kürzlich von einer Teilnehmerin hingewiesen wurde, bietet dafür eine wunderbare Grundlage, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Sie ist dabei völlig kostenfrei und erklärt fundiert anhand wissenschaftlicher Grundlagen, wie du Empathie Schritt für Schritt anwenden kannst.

Dort bin ich auch auf folgendes Zitat gestoßen:

Wenn unser Partner, unsere Partnerin oder eins unserer Kinder unglücklich oder verärgert ist, dann ist das unsere Chance, eine tiefe Beziehung aufzubauen.

Dr. John Gottman

Es besteht aber eben auch die Gefahr, dass wir diese Möglichkeit nicht erkennen und stattdessen genau das Gegenteil bewirken, nämlich dass wir die typischen Fehler begehen, die du in der folgenden Grafik vorfindest.

Quelle: https://www.humanimprovement.org/

Frieden stiften

Ein Zitat, dass ich aus der letzten Empathie-Lounge aufgreifen möchte, ist: „Wenn innen Frieden ist, ist außen Frieden.“ Das hat mich letzte Woche gleich ermuntert mal auf Twitter zu “zwitschern”. Verbinde dich doch dort auch mit mir, mach mit bei der Friedensstifterei und sorge dafür, dass auch in dir möglichst viel Frieden herrscht, denn ohne Greul und Argwohn braucht es auch keine Sündenböcke.

Was bewegt dich gerade? Schreib mir doch einen Kommentar.

Bis nächste Woche und lebe sinnvoll,

Björn

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