Wenn das Alles nichts bringt, dann hol es dir!  Mastermind für Meister

Na, arbeitest Du schon an deinem “Herzensprojekt”?

Setzt Du alles um, was du in letzter Zeit über Projektmanagement gelesen hast? Und läuft bei dir alles Reibungslos und perfekt, so wie bei

“den Anderen”?

Falls nicht, dann könnte dir dieser Beitrag vielleicht nützlich sein. (Oder eines der 5 Geschenke am Ende des Beitrages)

Das Denktier

Die Spezies Mensch ist ein ganz besonderes Lebewesen, dass es liebt sich Illusionen hinzugeben. Es verbringt oft die meiste Zeit damit, sein Leben durchzuplanen und zu skizzieren. Tatsächlich ist die Fähigkeit abstrakt denken zu können diejenige Eigenschaft, die uns Menschen von anderen Erdbewohnern sehr unterscheidet. Den Versuch, zu beweisen oder zu widerlegen, ob das nun gut oder schlecht für den Planeten ist, wage ich mal an dieser Stelle nicht. Darum geht es gerade auch nicht.

Das abstrakte Denken hat aber dennoch mindestens einen Haken: Irgendwie hat sich in den Mensch-Gehirnen etabliert, dass ohne die Anwendung des Abstrahierens kein Leben möglich ist und haben das Planen, Denken und Planen und wieder Denken so fest im Lebensalltag verankert, dass oftmals etwas ganz Winziges, aber vielleicht doch entscheidendes dabei außen vorgelassen wird – das tun.

Und so kreist das Wesen Mensch sich um sich selbst und denkt und denkt und denkt und tut nicht mehr – oder zumindest ist es ihm wichtig, jeden, der etwas tun will daran zu erinnern, dass man dies und jenes doch bitte nochmal zu überdenken habe.

Seit einigen Monaten begleite und moderiere ich nun schon Masterminds, von dessen Konzept ich überzeugt bin. Und doch, das Ergebnis ist eindeutig – eine Mastermind bringt nichts – Jedenfalls dann nicht, wenn man etwas Entscheidendes außen vor lässt – das Tun.

Es ist völlig egal was ich glaube und was ich denke, solange ich nichts tue, oder zumindest nicht irgendetwas von dem tue, worüber ich die ganze Zeit lang so nachdenke und was ich so plane – sonst passiert: Nichts!

Was hier an Worten so steht wird dir vielleicht auch nicht neu vorkommen und ist es auch nicht, denn die, die tun, die wissen das und haben es schon viele Male geteilt – die andere Fraktion dagegen denkt noch drüber nach und wägt ab, ob es das Richtige sein kann.

Wer eine Mastermind im Sinn hat, kann dort zwar denken und abwägen und evtl. auch diskutieren. Entscheidend bleibt aber, dass gemacht wird. Klingt logisch und einleuchtend – fällt aber unheimlich oft und vielen Menschen schwer. (Ich spreche ja schließlich aus Erfahrung)

Nieder mit der Perfektion (und anderen doofen Gewohnheiten)

Verabschiede Dich vom Gedanken, dass dein Weg vollständig planbar ist. Das ist unmöglich und falls Du etwas kennst, bei dem es den Anschein hat; dann erkundige Dich doch mal, ob dieser offenbare Erfolg und diese scheinbare Perfektion denn der Wirklichkeit entsprechen.

In den letzten Jahren habe ich einige Interviews mit Menschen geführt, bei denen ich selbst vermutete, dass deren Situation einfach nur viel “besser” als meine eigene gewesen sind und ich wurde zumeist mit einer anderen Wahrheit konfrontiert. Sicher, jeder hat unterschiedliche Grundvoraussetzungen – doch das ist in der Regel nicht das was den Ausschlag gibt.

Die Beste Frage, die man sich bei Unsicherheit in einer Entscheidungsfrage stellen kann ist:

“Ist das so, oder glaube ich das nur, weil ich das gelesen, davon gehört habe?”

Na gut, sicher kann man von niemanden verlangen jedes einzelne Detail im Leben immer selbst recherchiert, erlebt und überprüft zu haben. Aber bei der ganz persönlich entscheidenden Frage sollte man sich auf eigene Experimente, Versuche und, ganz wichtig, Scheitern einlassen, damit eigenes Gelingen möglich ist.

Die Königsdisziplin im “Nicht Perfekt sein” ist es, die eigene Makellosigkeit mit anderen zu teilen – vielleicht nicht mit allen Menschen, aber vielleicht mit einer Mastermind.

Artgerecht, aber bitte mit Vielfalt

Wusstest du, dass in der Welt der Denker und Planer das Gesetz der Suggestion herrscht?

Für mich bedeutet es, dass das, was ich glaube meine Wahrheiten bestimmt – die solange wahr bleiben, bis sie für mich persönlich widerlegt werden und ich eine neue Wahrheit annehme.  Wenn Menschen sich, wie bei Facebook Gruppen mit Gleichgesinnten austauschen ist das gut, um Rückendeckung zu bekommen und zu sehen, dass es auch andere mit den gleichen Gedanken und Problemen gibt –  Stück für Stück aber werden die Ursachen der Probleme innerhalb der Gruppe erkannt aber ausschließlich außerhalb der Gruppe gesucht. Dies beobachtet man ebenso in anderen Interessensgruppen, wie Berufsgruppen, Verbänden und Vereinen.

Das gleiche passiert auch schnell in Mastermind Teams, gerade wenn man schon länger zusammenarbeitet, oder sehr ähnliche Charaktere zusammenkommen. Dann stimmt sich die Gruppe auf einheitliche Probleme ein und wenn alle das Problem innerhalb der Gruppe als unlösbar halten, dann wird es auch für die Gruppe unlösbar bleiben.

Kommt aber von außen, oder von unterschiedlichem Erfahrungsschatz innerhalb der Gruppe ein Lösungsansatz – steht die Gruppe vor einer nächsten Evolutionsstufe.

Ins Netzt getappt!!!

Alleinsein ist zwar eine wirklich tolle Sache – meine Radtour nach Stonehenge war ein tolles Beispiel dafür, welche Freiheit man damit bewirkt – aber mal ehrlich, es ist nur wenig möglich, wenn man so ganz allein für sich herumvegetiert.

Freundschaften und Kontakte hat wahrscheinlich auch jeder, aber hast du dich schonmal damit auseinandergesetzt, welche Be-, Ver- und Freundschaften Dich wirklich echt unterstützen und für Dich da sind, auch wenn mal etwas schief geht?

Jeder ist vernetzt, Die Frage ist nur, bin ich vernetzt mit Menschen Die mir guttun? Oder, mit Menschen, die das, was ich erreiche, oder gar in den Sand setze, bewerten oder verurteilen. Wenn das Gefühl da ist, dass alles um mich herum ein Problem mit mir und meinem Vorhaben hat, dann bin ich ins Netz des Negativen getappt. Sich von diesem klebrigen Zeug zu lösen ist nicht einfach.

Eine Mastermind muss ein Netzwerk von Menschen sein, die sich gegenseitig gönnen können. Das ist keine leichte Aufgabe, aber sehr lohnenswert und auf unterschiedliche Weise möglich.

Und was jetzt?

Ich mag Dir zum Schluss noch eine wenig Inspiration an die Hand geben, um die erwähnten Dinge zu ergänzen. Und ganz sicher hast du auch noch eigene Erfahrungen. Teile sie doch gerne mit mir und ich sammle sie.

Falls du nun Lust hast Dir selbst ein Team aufzubauen, mit dem Du Dich weiterentwickeln willst und eine wenig Unterstützung oder weitere Anregungen brauchst, dann schreib mir doch eine kurze Nachricht bjorn_michael@gehvoraus.de

5 Geschenke

  • Wissen teilen ist Macht!!! Working Out Loud – ein neuer Trend und die konsequente Weiterentwicklung zur Mastermind. Infos und Arbeitsmaterialien gibt’s auf http://workingoutloud.de/
  • Filmtipp: Streben nach Glück – Nie aufzugeben, ist eine Fähigkeit, die fast alles aufwiegen kann. Ich will mit dem Filmtipp zwar keine neuen Börsenmakler fördern, aber die vielen berührenden Botschaften im Film kann man nie genug hören. Also, wer den Film gesehen hat, mal wieder schauen und wer ihn noch nicht kennt, Taschentücher kaufen, Film besorgen und gucken.
  • TED Talk (engl.) learning from dirty jobs-Mike Rowe – Ich habe viel bei meinen Diry Jobs gelernt – Mike Rowe scheinbar auch. Ein interessanter Vortrag. Learning from dirty jobs | Mike Rowe
  • TED Talk (engl.) – Auch Margareth Heffernan hat eine wichtige Botschaft zum Thema Gegenseitig füreinander da sein. Ein Vortrag und Plädoyer für Gegenseitigkeit, anstatt Gegeneinander. Margaret Heffernan: Why it’s time to forget the pecking order at work

 

 

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