Videogames – Beitrag zur Verwahrlosung, oder Bildungschance?

Rumballernde Jugendliche? Verwahrloste, übergewichtige Jungs, die ständig aggressiv sind? Vielleicht durch die Luft schwebende Blüten, die eine graue Welt verschönern? Oder sogar eine Reise durch eine wundersame Welt? Woran denkst du, wenn du auf das Thema Videospiele angesprochen wirst?

Vermutlich hast du diesen Artikel aus einem der folgenden beiden Gründen zu lesen angefangen:

Entweder du liebst Videospiele und suchst in diesem Artikel vermutlich eine weitere Bestätigung, wie großartig Videospiele sind, oder aber du kannst mit Videospielen vermutlich so rein gar nichts anfangen und suchst nach weiteren Belegen dafür, dass Videospiele nur dämlicher Zeitvertreib sind und könntest vermutlich sogar gerade darüber nachdenken, wie du deinen Sohn von diesem unliebsamen Hobby abbringen kannst. (Natürlich sofern du überhaupt einen Sohn hast) Natürlich gibt es noch weitere Gründe, doch im Alltag trifft man letztlich doch häufig auf diese zwei Gruppen.

Wer schon einen meiner anderen Artikel gelesen hat ahnt es an dieser Stelle schon – ich sehe dieses Thema wie üblich ein wenig differenziert und möchte darüber schreiben, was mich mit Videospielen verbindet, was meine persönliche Meinung zu diesem Thema ist und vielleicht kann ich hier und da ein paar Anregungen geben, wie man vielleicht mit der Spezies des gemeinen Videospielers umgehen kann – ach ja, anders herum genauso, liebe Zocker. Wer Verständnis für seine vielleicht ausschweifende Freizeitbeschäftigung will, muss vermutlich auch ein wenig dafür tun 🙂

Dieser Beitrag ist also gleichermaßen für den geneigten Zocker, wie für die besorgte Mama, deren (einsamer, verwahrloster und vielleicht sogar dauerwütender) Sohnemann stetig Sorgen bereitet. Vielleicht kann ich dich dazu animieren deine eigenen Gedanken und Gefühle zu dieser Thematik etwas genauer zu betrachten.

Zum Schluss gibt es noch ein paar Ostereier für Spieler und für Nichtspieler, die interessiert sind, mal über der Tellerrand zu spielen.

Gewalt(ät)ige Wut – Kopfschüsse auf Emotionen

Wenn es um Videospiele geht, wird ja immer noch das Thema Gewalt am häufigsten in der Öffentlichkeit diskutiert. Deshalb fang ich doch damit gleich mal an und reise dafür mal kurz mit dir in die Vergangenheit, bevor wir gleich wieder im Jetzt zurück sind.

Videospiele waren zu meiner Kindheit noch richtiges Luxusgut, weshalb meine persönlichen Erfahrungen auf den Computern von Freunden begannen. Darunter befanden sich ein simples Box-Spiel, ein Panzer Spiel und natürlich ein Fußballspiel. Es steht also 2:1 für Gewalt – obwohl – auch Fußball kann ja durchaus gewalttätig sein.

Wie auch immer, mit Freunden verbrachte ich damals einige Zeit vor, aus heutiger Sicht, lachhaft winzigen Monitoren. Auch bedurfte es in der Anfangszeit einiges an Vorstellungsvermögen, um irgendetwas in einem Spiel zu erkennen – als Kind ist man aber damit zumindest damals noch gut ausgestattet gewesen. Die ersten Panzer, mit denen ich andere Panzer in den Boden stampfte waren eigentlich nicht mehr als ein paar wenige übergroße Pixel auf einer zweidimensionalen Berglandschaft, die jedes 2-jährige Kind zeichnen kann. Mach dir doch gerne mal ein Bild davon und probiere (nachdem du meinen Beitrag zu Ende gelesen hast) Tank Wars aus.

Mit kindlicher Faszination und als einer der letzten in meiner Klasse, der so eine Daddelkiste noch nicht besaß, bettelte ich regelmäßig meine Eltern um dies oder jenes an und irgendwann taten sie halt das, was liebenswürdige Eltern gerne tun – sie erfüllten einige meiner Wünsche. Seitdem begleiteten mich Videospiele und bereiteten mir unzählige Gefechte, stellten mich vor große und kleine Herausforderungen und hatten oftmals tatsächlich auch eine Spielemechanik, bei denen es darum ging sich seiner Gegner zu entledigen.

Szenenwechsel, wir schreiben wieder das Jahr 2018

Bammm!!!! Wutenrüstet springt ein junger Mann aus seinem Sessel und schmeißt den Controller in den schönen Flachbildschirm. Entstanden ist ein interessantes und wahrlich modernes Kunstwerk. Beides zusammen kostet heute gerne einen Tausender; oder gar mehr.

Nein, das ist kein Ausschnitt aus meinem Leben, wer aber im Web mal nach –Angry Gamer– sucht, wird interessante Kunstwerke und jede Menge wutentbrannter Menschen vorfinden.

Nun sagst du vielleicht:

“Ich habe ja schon immer gesagt, Videospiele machen aggressiv”

Oder

“Wie kann man sich nur so aufregen?”

Vielleicht macht man sich sogar über diejenigen lustig.

Aber, waren daran jetzt wirklich die Videospiele schuld? Oder hat so mancher Gamer einfach nur einen Sprung in der Schüssel? Tatsächlich sind Reaktionen der Wut gar nicht mal so selten und auch nicht auf das Teenageralter und das männliche Geschlecht begrenzt und schon gar nicht kann man Wut einzig an einem Medium wie Videospielen ausmachen. Glaubst du, darüber könnte, oder gar, sollte differenzierter diskutiert werden? Ich habe schon in Frustrationstoleranz – Die Wut und die Kraft und Frustrationstoleranz – Vorsicht Beißgefahr ein wenig darüber geschrieben.

Ich denke heutzutage häufig darüber nach, wie schwer es für meine Eltern damals gewesen sein muss, mitanzusehen, als ihr kleiner Schmalhans vor seinem seltsamen Gerät hockte und anstatt superglücklich ein bisschen Zeit zu verbringen, scheinbar gar nicht glücklich aussah und in seiner Wut sogar durchaus auch nicht ansprechbar sein konnte. Stattdessen war Geschrei vor der Flimmerkiste keine Seltenheit. Waren daran diese Spiele also schuld?

Looting Skills – Sammel was das Zeug hält

Wir sind alle unterschiedlich kompetent und ausgestattet mit Emotionen umzugehen. Ich bin außerdem überzeugt davon, dass jede Form von Emotionalität ihre Vor- und Nachteile hat. So hilft es jemanden vielleicht durch geringere Emotionen in stressigen Situationen besser klar zu kommen. Jemand anderes profitiert aber möglicherweise von seiner Emotionalität, weil er mit Leib und Seele sein Projekt lebt. Emotionen sind vielfältig und bunt und unsere Gefühle gehen deshalb manchmal mit uns durch. Aber Emotion und Empathiefähigkeit verändert sich im Leben.

Ich habe eben ein wenig aus meiner Kindheit preisgegeben und kann dabei noch heute die besorgten Gesichter meiner Eltern vor mir sehen. Heute – einige Jahre später bin ich selbst Vater und es kommt nicht selten vor, dass ich mich ebenfalls um das eine oder andere Verhalten meiner Tochter sorge. Beim Videospielen kann ich ihre Gefühle und Reaktionen aber sehr gut nachempfinden. Ich kann entspannter bleiben. Sogar wenn sie mal wegen etwas wütend wird. Und ehrlich gesagt, am meisten Frustration kommt ihr auf, wenn sie nicht jedes einzelne Mal ihren letzten Rekord verbessert; zum Beispiel beim Mathespiel Times Tables Rockstars, dass sie als Schulaufgabe regelmäßig spielen soll.

Wie ich selbst spiele hat sich für mich grundlegend geändert und hat mich gelehrt, warum ich im Kindesalter der Wut nicht Herr werden konnte. Früher war meine Motivation die Herausforderung und der Wettbewerb. So wie bei den meisten Jugendlichen – insbesondere bei Jungs. Besonders zwei Freunde von mir würden vermutlich nur allzu euphorisch zustimmen, wenn ich behaupte, dass insbesondere Fußballspiele mich anstachelten und gerne meine wütende Seite zum Vorschein brachte – hier und da sicher zur deren Erheiterung – manchmal vielleicht auch beängstigend – sorry guys!

Vielen Spielen liegt eine kompetitive Spielidee zu Grunde. Die Spieler versuchen sich gegenseitig mit Leistung zu überbieten, oder die eigene Leistung zu verbessern.

Interessant aus meiner heutigen Perspektive ist zu beobachten, dass alles was bei Videospielen von Kritikern so scharf verurteilt wird, in der Gesellschaft oftmals überhaupt nicht hinterfragt wird. Der Gewinner kriegt alles! Und der Verlierer? Der verliert halt und was macht man so in unserer Gesellschaft mit den Verlierern, oder Gescheiterten?

3rd Person – Ein anderer Blickwinkel

Zugegeben, ich liebe heute noch Videospiele, spiele aber mittlerweile viiiiieeeeeel weniger. Außerdem spiele ich nun aus einer ganz anderen Motivation heraus und wähle sehr sorgfältig aus was ich spiele. Weg vom Versuch mir jede Herausforderung aufzubürden, jeden Kumpel zum Duell herauszufordern, um dann irgendwann vor Frustration zu explodieren, sind es heute insbesondere Spiele, die emotional berühren, oder sich besonders Mühe geben, um ein möglichst immersives Spielgefühl zu bieten. Oder aber auch einfach nur um Spass mit meiner Tochter zu haben und Kindlichen Schabernack anstellen. Der Sinn? Manchmal purer Zeitvertreib.

Was ist aber Zeitvertreib? Und wozu könnte es hin und wieder auch mal gut sein? Da ich mit 35 Jahren nicht mehr so sehr viel Zeit zum Vertreiben habe, ist „Spielzeit“ an einem Computer heute eher eine Möglichkeit, allein, oder lieber in Gesellschaft Kreativität auszuleben, Geschichten zu erleben die mich zum Nachdenken anregen, oder etwas zu lernen, oder zu üben. In manchen Videospielen kann man sogar manches über sich lernen.

Das oft in der Kritik stehende Genre Shooter, hat viele spielerische Facetten. Würde man jemanden nicht Unrecht tun, wenn man ihn dafür pauschal verurteilt? Bedienen wir uns nicht viel zu oft irgendwelcher Klischees? Unsere Köpfe sind vollgestopft mit Vorurteilen auf der Basis unserer bisherigen Erlebnisse, oder von dem, was uns irgendwo einfach mal aufgefallen ist. Letztlich befinden wir uns doch alle mal in der Situation, in der über uns gerichtet wird, ohne überhaupt bescheid zu wissen. Würden wir uns in solchen Momenten nicht selbst etwas mehr Empathie wünschen?

Sind wir dazu bereit jemand anderen trotzdem Empathie entgegenzubringen,wenn in uns Abneigung aufkommt? Kann meine entgegengebrachte Empathie und der Willen etwas verstehen zu wollen, sogar dazu führen, dass sich die andere Person mir gegenüber öffnet, wenn ich meine Voreingenommenheit mal beiseiteschiebe und mich von meinen Argumenten entferne und stattdessen auf Emotionen eingehe?

Ich weiß nicht was dein großes Thema ist, für was du dich besonders interessierst, egal wie sinnvoll, oder unsinnig es ist – Wie würde es dir gehen, wenn ich dir sagen würde, dass ich das was du tust alles blöd, oder unwichtig ist? Würden dich erst meine Begründungen zum Zuhören bewegen, oder wenn ich dir mit Verständnis entgegenkomme? Vermutlich Abwehr und Selbstverteidigung.

Viele Eltern, werfen ihren Kindern vor, wie unsinnig, blöd und schlecht Videospiele sind, obwohl sie oftmals sogar die Spielekonsole, oder den Computer selbst gekauft haben. Und selbst wenn sie sie nicht gekauft haben und das Interesse beim Kind da ist – Ohne sich intensiver mit der Thematik zu beschäftigen wird das spielen bewertet. Es steht ja yum Beispiel schließlich in der Zeitung.

Dabei gibt es mittlerweile einige Berichte und Studien, die genau das Gegenteil belegen – oder zumindest die gängigen Annahmen stark in Frage stellen. Kann es sich nicht lohnen sich mal selbst ein Bild zu machen und die eigenen Meinungen mal einfach in die Pappschachtel packt und unterm Sofa versteckt? Du fragst dich wie? Die einfachste Möglichkeit könnte doch sein, Empathie zu zeigen. Damit ist nicht gemeint selbst anfangen zu müssen zu spielen. Wie wäre es damit, ein paar Fragen zu stellen? Zum Beispiel diese:

  • Warum begeistert dich diese Art von Spiel?
  • Was sind deine Aufgaben im Spiel?
  • Wieviel Zeit verbringst du damit eigentlich?
  • Ist dir diese Zeit wichtiger als andere Dinge?
  • Gibt es etwas, was du anstatt das Spiel zu spielen vielleicht sogar noch lieber machen würdest?
  • Gibt es auch andere Arten von Spielen, die du spielst?
  • Worum geht es dabei?
  • Worum geht es dir beim Spielen?
  • Findest du es richtig, dass du …. Stunden mit dem Spiel beschäftigst?
  • Warum?

All diese Fragen geben dem vermeintlich süchtigen Spieler die Möglichkeit sich und sein Verhalten zu reflektieren. Sie bringen den Spieler zwar nicht sofort dazu es aufzuhören, aber es besteht die Möglichkeit eine Verbindung miteinander aufzubauen, bei einem Thema, bei dem Meinungen auseinandergehen. Könnte das nicht die Chancen erhöhen, dass auf einen gut gemeinten Rat eingegangen wird? Ist nicht jeder eher dazu bereit ein Verhalten zu ändern, oder etwas zu machen, wenn die eigenen Bedürfnisse auch berücksichtig werden? Vielleicht stellt sich ja sogar etwas Unerwartetes heraus, dass die eigenen Vorurteile, die gerade unter dem Sofa liegen, vor Scham erröten lässt.

Ein Videospiel kann Aufmerksamkeit und Zeit in Anspruch nehmen – genau wie alles andere auch. Macht nun eine Diskussion Sinn, ob die Tätigkeit jetzt schlecht oder gut ist? Oder geht es eigentlich um die Dinge, die wegen der fehlenden Zeit vernachlässigt werden? Vielleicht müsste eher versucht werden herauszufinden, warum diese gerade vernachlässigt werden? Gibt es vielleicht dafür Gründe? Geht das Zockerkind nicht mehr zu Freunden? Vielleicht sind diese Freunde ja zur Zeit der Auslöser. Werden die Hausaufgaben nicht gemacht? Vielleicht erschließt sich ja für das daddelnde Kind die Sinnhaftigkeit dieser aufgezwungenen Tätigkeiten nicht? Müssen sie gemacht werden „weil man das eben machen muss!“?

Voll süchtig nach dem Zeug

Videospiele üben eine ganz besondere Faszination auf den Nutzer aus, da man selbst aktiv am Geschehen teilnimmt und gestaltet. Bei einigen Spielen redet man deshalb von interaktiven Filmen, die wie Filme gestaltet sind. Dabei wird oft eher weniger Geschick am Controller verlangt. Hier geht es darum, welche Entscheidungen man in speziellen Momenten trifft, und man wird mit Folgen konfrontiert, die man oftmals so nicht erwarten würde. Einige dieser Spiele würde ich sogar unterstellen, dass sie dabei helfen können Empathie zu lernen.

Es gibt auch spezielle Bücher, die ebenfalls nach diesem Prinzip arbeiten. Es sind interaktive Bücher, sogenannte Textadventures, bei denen an bestimmten Stellen, in der Regel 3 unterschiedliche Entscheidungen getroffen werden können, von denen man sich dann für eine entscheiden muss. Auf Basis dieser Entscheidung blättert man dann zu einer bestimmten Seite, bei der die Geschichte dann auf Basis dieser Entscheidung weitergeführt wird. Ich bin ziemlich überzeugt, dass fast jedes lesefaule Kind, dass Videospiele mag, sich mit solchen Büchern begeistern könnte.

Stellt sich noch die Frage: Bin ich Spielesüchtig? Sind andere Spieler Spielesüchtig? Also über mich dürfte ich dieses Urteil nicht selbst bilden, denn wenn eines sicher ist:

„Ein Süchtiger würde niemals seine Sucht zugeben“

Also bemühe ich mich erst gar nicht darum dir eine Auskunft zu geben. Ich kann aber sagen, dass es vorkommt, dass ich über mehrere Wochen, oder Monate gar nicht spiele.

Klar ist aber auch, dass es Phasen gibt, an denen umfänglicher Zeit dafür aufgebracht werden kann. Insbesondere bei bestimmten Genres, die darauf ausgelegt sind, sich mit ihnen intensiver zu befassen. Mit diesen beschäftigt man sich automatisch länger. Wie mit einem Buch, dass eine komplexe Geschichte beinhaltet und 1000 Seiten. Dies nur in kleinen Häppchen und mit längeren Zeitabständen abzuarbeiten, wäre auch nicht wirklich Sinnvoll, oder?

Manche Spiele sind zu vergleichen mit einer Zeitschrift; schnell durchgespielt, oberflächlich und für eine kurzzeitige Unterhaltung. Und je nachdem wie oft Nachschub kommt, wartet man auf die nächste Ausgabe.

Einige Spiele halten den Spieler bei der Stange, weil der Wettbewerb mit anderen im Mittelpunkt steht. Was fühlt sich besser an, als ein süßer Sieg über den besten Freund? Oder was gibt es motivierendes, als den besten Freund (oder online verfügbaren Fremden) endlich mal zu zeigen, dass man auch siegen kann? Millionen Sportfans wissen was ich meine – nicht nur Zocker.

Der Grund warum ich spiele kann ja sehr unterschiedlich sein. Ist es das schnelle Duell mit einem Freund? Will ich in eine Geschichte – ja sogar in ein ganzes Universum abtauchen? Gründe dafür sich an die Daddelkiste zu setzen sind vermutlich so vielfältig, wie die Gründe warum man gerade nicht spielen sollte.

Man kann Spielekonsum also vielleicht ein wenig mit Lesekonsum vergleichen. Mit einem Teil davon beschäftigt man sich wie mit Zeitschriften. Es gibt viele unterschiedliche Themen, der Inhalt ist relativ überschaubar, es kommt regelmäßig Nachschub – und oftmals liest man nicht alles.

Andere Spiele sind eher mit Büchern, oder gar einer Bücherserie zu vergleichen; Umfangreich, voller Details und ein Paradies für diejenigen die gerne erkunden und sich zurückziehen. Und wer gerne erkundet, auch in der echten Welt, weiß, dass sowas Zeitintensiv sein kann. Genauso wie lesen, Kunst erlernen, ein Instrument lernen, oder vielleicht den Garten machen.

Ist Spielen verschwendete Zeit? Sind die anderen Beschäftigungen grundsätzlich besser? Vielleicht kommt es darauf an, was man für sich daraus ziehen will und ob es auch Mitmenschen etwas geben kann. Können Spiele das? Vielleicht findest du gleich noch etwas im Bonus Teil.

Ob Spiele wiederum süchtig machen, hängt von vielen Faktoren ab. Das Spiel selbst ist nur einer davon. Es gibt ganz sicher Spielemechaniken, die potenziell abhängig machen können. Ein Grund dafür sind die oftmals verwendeten Belohnungssysteme, die unser Gehirn mit Botenstoffen beliefern, die auch andere Suchtmittel auslösen. Aber auch unser Konsumverhalten zählt dazu.

Außerdem kann es auch wissenschaftlicher betrachtet werden. So ist das Wort Sucht im offiziellen Sprachgebrauch der WHO nicht mehr vorhanden und wurde durch „Missbrauch“ und „Abhängigkeit“ ersetzt. Diese Wörter haben eine viel klarere Aussagekraft, denn von Sucht ist schnell mal die Rede und findet im Alltag häufig Gebrauch.

„Abhängigkeit“ dagegen kann viel besser auf einer sachlichen Ebene besprochen werden.

Hast du dich schonmal mit den Unterschieden vertraut gemacht?

Die Faszination für Videospiele ist bei mir ehrlich gesagt ungebrochen, doch ein Spiel muss heutzutage gute Gründe haben, um mich vor die Konsolezu bekommen. Ich helfe aber gerne Menschen mit Misstrauen gegenüber dem Medium, sich damit vertraut zu machen, um die beiden scheinbar so unterschiedlichen Parteien der Nicht-Spieler den Zockern wieder ein Stückchen näher zu bringen, denn in Videospielen steckt so viel mehr drin, als nur sinnloses Geballer.

Was beschäftigt dich gerade zu diesem Thema? Und was ist deine Meinung dazu? Schreib mir deine Meinung!

Easter Eggs – Der Bonus Teil

Hier einige Spiele die ich selbst schon durch- oder angespielt habe und für Empfehlenswert empfinde (Garantiert keine 08/15 Ballerei)

Einzigartige und großartige Spiele für Kinder ab etwa sechs (Aber definitiv auch für Erwachsene mit Humor und Lust auf Spaß)
Emotional und Wertvoll, übers Leben
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